Die Mütze

Moin zusammen!

Ich beantworte hier eine Frage, die mir ein Leser auf der Seite: Fragen & Antworten gestellt hat!

Bernd aus Rendsburg fragt:

Moin Käpten Sailnator! Woher hast Du eigentlich Deine schöne Mütze? Viele Grüße, Bernd!

Die Mütze

Also Bernd, das ist eine lange Geschichte. Das kam so. Ich war 1983 als junger Mann mit einem internationalen Folkeboot in den Schären bei Stockholm unterwegs. Meine Begleitung hatte sich kurz vorher nach schlimmer Seekrankheit auf einer kleinen Felseninsel aussetzen lassen. Selbst das Argument, dass Sie auch hier wieder nur mit einem Schiff wegkommen würde, brachte sie nicht dazu zurück an Bord zu kommen.

Nun, ich hatte keine Zeit für Diskussionen. Das Boot musste zurück gebracht werden und durch die Meuterei war schon ein Tag verloren gegangen. Deshalb ließ ich mich dazu verleiten nachts zu segeln. Mit der Karte auf den Knien fuhr ich durch die von der Mitternachtssonne nur gerade so erhellte Inselwelt. Alles sah gleich aus, die Umrisse der Schären waren kaum zu erkennen und die Beschriftung der Tonnen nur mit der Taschenlampe zu lesen. Jedes mal wenn ich sie darauf gerichtet hatte, konnte ich danach einen Moment nichts mehr sehen. Meine Augen mussten sich zuerst wieder an die Dunkelheit gewöhnen.

Plötzlich tauchte mitten im Fahrwasser ein Felsen vor mir auf den ich auf der Karte nicht finden konnte. Er schien überhaupt nicht eingezeichnet zu sein. War ich völlig vom Kurs abgekommen? Ich drehte bei, so dass mich der Wind langsam auf die seltsame Insel zu trieb. Ich schaute immer und immer wieder auf die Karte, zählte die abgestrichenen Tonnen, versuchte die Umgebung mit dem eingezeichneten Seegebiet zu vergleichen und kam jedes mal wieder zu dem gleichen Ergebnis: Ich war da wo ich glaubte zu sein und das was da vor mir lag gehörte da nicht hin.

Wie es weiter geht erfahrt Ihr im Video!

So, genug geschnackt, de Tiet de löpt,
Tschüß!

Euer Käpten Sailnator

 

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